| Die Donnersberger Literaturtage 2007 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Daß die Literaturtage überhaupt möglich wurden, ist nicht zuletzt der großartigen und unkomplizierten Unterstützung der Stadt Rockenhausen und Ihres Bürgermeisters Herrn Karl-Heinz Seebald zu verdanken. Sie übernahm die Schirmherrschaft für die DLT wie auch die Öffentlichkeitsarbeit, stellte uns die Donnersberghalle zur Verfügung und war bereit, uns finanziell den Rücken zu stärken. Die Stadt legte auch den Termin fest: den 28./29.4.07. Thematisch wurde für die einzureichenden Texte das Thema Zimmer" vorgegeben. Jede Schule konnte bis zu 20 Texte einreichen, die als Prosa nicht länger als 10 Leseminuten in Anspruch nehmen sollten; alternativ konnten drei Gedichte vorgestellt werden. Der Einsendeschluß war der 22. März 2007. Von den fünf teilnehmenden Schulen (IGS Rockenhausen, WEG Winnweiler, Gym Weierhof, NPG Kirchheimbolanden, BBS Eisenberg/Rockenhausen) gingen schließlich 47 Beiträge von 42 Schülern ein; sieben davon männlich. Es waren 18 Gedichte, 29 Prosatexte. Schließlich bekamen 14 junge Autoren - darunter ein männlicher Vertreter - Gelegenheit, ihre Beiträge dem Publikum vorzutragen. Möglich wurden die die Literaturtage durch die Förderungen von vielen Sponsoren: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Das Programm der DLT 2007 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bürgermeister Karl-Heinz Seebald eröffnete die Veranstaltung. Er hob die Bedeutung hervor, auf Jugendliche einzugehen und sich zu bemühen, ihre Sprache zu verstehen, wobei diese schnelllebig sei und sich häufig genug in Kürzeln ausdrücke. Die DLT böten eine Chance zum sprachlichen Ausdruck, wie sie auch das Zuhören förderten. Dr. Sigfrid Gauch vom Ministerium für Wirtschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur gab in Anlehnung an den Namen unserer Autorengruppe Mo(n)t Tonnerre" der Hoffnung Ausdruck, daß der Donnersberg an historische Ereignisse anknüpfen möge und durch die DLT erneut zu einer Keimzelle und Ausgangspunkt - hier für übergreifende literarische Strukturen - werden könnte (-> Rede). Barbara Franke, die Vorsitzende des Literarischen Vereins der Pfalz (LVP) warf die Frage auf, was viele große Autoren ohne ihre Verankerung in der Provinz gewesen wären und ermunterte sodann zum literarischen Schaffen" abseits der Metropolen (-> Rede). Sodann lasen die Schüler: Nadine Didier (Kirchheimbolanden), Ann-Kathrin Kloß (Mannweiler-Cölln), Silke Hecker (?), Elisabeth Löser (Ebertsheim), Tina Koplin (Wartenberg-Rohrbach), Lukas Schildknecht (Kerzenheim), Anke Nunheim (Winnweiler), Eva Bungert (Kriegsfeld), Laura Dexheimer (Oberwiesen), Greta Lösel (Eisenberg) und Anna Schäfer (Internat Weierhof). Inhaltlich machten viele Beiträge sehr betroffen, ging es doch um Suizid, Mißbrauch, Drogenerlebnisse, Einsamkeit, Langeweile in der Provinz bis hin zur Sehnsucht, durch Mord mit einem Idol zu verschmelzen. Unabhängig vom literarischen Gewicht, unterstreicht dies die Bedeutung, Schülern noch mehr Gehör zu schenken. Den Preis für die beste Kurzgeschichte erhielt Janine Frey aus Kirchheimbolanden (NPG) für ihren Beitrag Begegnung in der Hotelhalle". Den 2. Platz nahm Theresa Schweden (WEG) aus Höringen ein mit ihrer Geschichte Im schwarzweiß karierten Raum"; der 3. Preis ging an Patricia Heisinger (NPG) aus Eisenberg für ihre Erzählung Das Zimmer des Bruders". Im Abendprogramm war die prominente Autorin Kathrin Schmidt aus Ostberlin zu hören. Für ihre Werke erhielt sie hoch dekorierte Literaturpreise, darunter den Leonce-und-Lena-Preis sowie den Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Sie las aus ihrem Roman Königs Kinder", einem Werk mit auch autobiographischen Zügen. In der anschließenden Diskussion zeigte sie sich sehr offenherzig und ließ Zusammenhänge ihrer Literatur zu ihrer eigenen Geschichte sichtbar werden. Ein besonderer literarischer Leckerbissen war es, Gudrun Pausewang zu erleben; die "deutsche Astrid Lindgren". Von kleiner Statur, zog sie doch sofort alle in ihren Bann. Die 79jährige rüstige Dame, die 1998 sogar noch an der Universität in Frankfurt am Main promovierte, hielt ihre ganze Lesung im Stehen ab. Ihre Geschichte Der Besuch aus Amerika" unterstrich ihr Anliegen, gegen das Verdrängen unserer Geschichte anzugehen. Ihr besonderer Humor, der das Publikum immer wieder zum Lachen reizte, wurde dann in weiteren aufmüpfigen" Geschichten deutlich, die Mut machen zum Kreativ- und Anderssein. Zeitlich wie symbolisch schlugen drei Autorinnen der Gruppe Mo(n)t Tonnerre eine Brücke zwischen den Schülern und diesen renommierten Autoren und präsentierten dabei eine große Bandbreite literarischen Schaffens aus dem Donnersbergkreis: Verpflichtet auf das Thema des Kultursommers 2007 Rebellen, Reformer, Revolutionäre" spürte Monika Böss (Mörsfeld) in ihrer Erzählung Als wir träumten" der Rolle der Mathilde Hitzfeld während des Freischärler-Aufstandes in Kirchheimbolanden nach. Minnie Maria Rembe ging auf die Rebellion im Alltag" ein, in der sie als Autorin gegen Sprachlosigkeit, Erstarrung und Oberflächlichkeit aufsteht. Vor allem ihre Gedichte im Nordpfälzer Dialekt wußten zu gefallen. Mit Olympia Weber schließlich wurde es im Rahmen einer Krimilesung "gefährlich". Im bis zum letzten Platz besetzten Turmuhrenmuseum in Rockenhausen mit seiner besonderen Atmosphäre wartete als Begleitveranstaltung ein spontaner Poetry Slam auf, der zur Teilnahme für jeden frei zugängig war. Den Preis von 50 gewann Norbert Fichter aus Nußbach. Besonders erfreulich war die Teilnahme der 14jährigen Schülerin Maria Cullmann der Regionalen Schule Winnweiler, die u.a. eine Ballade von Nils Randers zur Prosa umgeschrieben hatte. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Preisträger 2007 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| weitere Lesende (4. Preise) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Eva Bungert: "Regen" Laura Dexheimer: "Nein" Nadine Didier: "Zimmergedanken" Silke Hecker: "Das Kellerzimmer" Ann-Kathrin Kloß: "Beim Arzt" Tina Koplin: "Das Haus des Lebens" Greta Lösel: "Wohnen nach Wunsch" Elisabeth Löser: "Zimmerseele" | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Anke Nunheim: "In den Fußstapfen eines Elefanten" + "Please hold the line" Anna Schäfer: "Spielzimmer" Lukas Schildknecht: "Donnerstags" | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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